Es ist mittlerweile Mitte Dezember und das heißt traditionell: Es gibt wieder einen Jahresrückblick. Dieses Jahr stand ja ganz im Zeichen meiner Langzeitreise, die ich Ende April angetreten habe. Aber alles mal von vorne.

Das Jahr 2019: Januar-April

Diese Monate fasse ich am besten zusammen. Zum einen deswegen, weil ich viel für meinen Masterabschluss gemacht habe und zum anderen sehr viel gearbeitet habe. Nebenbei war ich noch auf der ITB – der größten Reisemesse in Berlin und habe irgendwo dazwischen meine Langzeitreise geplant.

>>> Meine Langzeitreise und wie alles begann.

GB England Brighton (Foto: Sabina Schneider)


Du merkst, die ersten vier Monate meines Jahres waren sehr voll. Am Ende musste ich feststellen, dass sie zu voll waren. Mein letztes Projekt habe ich deswegen mit starken Kopfschmerzen bestritten und habe meine Planung zur anstehenden Langzeitreise vernachlässigt.

>>> Mehr zu den Vorbereitungen habe ich dir hier aufgeschrieben.

Gott sei Dank ist das nicht meine erste Reise mit längerem Aufenthalt, sodass ich das meiste schon zusammen hatte, wie etwa Impfungen oder Dokumente und Unterlagen. Trotzdem würde ich niemanden empfehlen, sich nur so kurz mit der Planung beschäftigen.

Abgeschlossen habe ich den Monat April dann mit meiner Masterprüfung, die ich mit Erfolg bestanden habe. Mir ist bis heute ein Rätsel, wie ich den ganzen Stoff in acht Tagen lernen konnte.

Ende April: Der Tag ist da.

Anderthalb Jahre habe ich auf diesen Tag gespart und gewartet, jetzt war er plötzlich da. Meine Reise startete und mein erstes Ziel ist Südafrika. Auf dem Hinflug habe ich direkt ein nettes Pärchen aus München kennengelernt. Nach einem kurzen Gespräch dachte ich eigentlich, dass ich die beiden sicher nicht wiedersehen werde. Da mein ursprünglicher Plan war, direkt von Südafrika nach Malawi zu reisen und deren Plan Kapstadt war, verabschiedeten wir uns auf unbestimmte Zeit. Wie das Schicksal so will, habe ich die beiden nicht nur einmal wieder getroffen.

>>> Das war übrigens der Grund, wieso ich in Südafrika gestartet bin.

Wings for Life Worldrun Pretoria (Foto: Sabina Schneider)


Mein Mai in Südafrika

Völlig erschöpft saß ich in Durban in meinem Bett. Erst jetzt merke ich meine Erschöpfung der letzten Monate. Völlig kraftlos wusste ich nicht, was ich machen soll. Erst nach der Entscheidung, doch noch einmal nach Kapstadt zu reisen, löste sich etwas in mir. Ich strich das Wort „muss“ aus meinem Kopf. Ich habe mir nämlich selbst einen zu großen Druck gemacht und wollte neue Länder entdecken. Wer allerdings auf sich hört, der wird nach diesen vier Monaten Rush-Hour noch keine Abenteuerlust verspüren.

In Durban passierten so ziemlich viele Zufälle, sodass ich mit zwei aus dem Hostel auf der offiziellen Eröffnungsfeier der Indaba Travel Expo, der größten afrikanischen Reisemesse, landete und dort mit der Tourismus-Ministerin tanzte.

Kapstadt (Foto: Sabina Schneider)


Nachdem ich dann drei Wochen in Kapstadt verweilte oder wie ich gerne sage, stecken geblieben bin, wurde es Zeit Südafrika zu verlassen. Kapstadt ist und wird immer einer meiner Lieblingsstädte bleiben.

Clenwilliam Cederberg (Foto: Sabina Schneider)


Juni-August: von Namibia bis nach Uganda

In diesen drei Monaten reiste ich von Namibia über Kenia erstmal nach Tansania. Da es mir dort so gut gefallen hat, habe ich kurzerhand beschlossen meinen Flug nach Ruanda verfallen zu lassen und bin noch einmal zwei Wochen geblieben. Doch auch dann hieß es Abschied nehmen von einem weiteren wunderbaren Land und schon saß ich in Uganda. Mein letztes Land in Afrika – vorerst. In Uganda merkte ich allerdings, dass ich einen kleinen Afrika-Overload hatte, wie meine Freundin es bezeichnet hat. Dennoch durfte ich zum Abschluss meiner Zeit in Afrika mit etwas Wundervolles erleben: das Gorilla Trekking zu den letzten Berggorillas weltweit.

Gorilla Trekking (Foto: Sabina Schneider)


>>> Meine vier Monate Afrika habe ich bei dieser Fotoparade verarbeitet.

Zwischenstopp Deutschland

Deutschland war mein nächstes Reiseziel. So nenne ich es auf jeden Fall. Wegen zwei Hochzeiten und einigen beruflichen Projekten entschied ich mich, einen Zwischenstopp in Deutschland einzulegen. Aus ursprünglich einem Monat wurden es am Ende zwei Monate. Dies hatte private Gründe, die ich hier allerdings nicht nennen werde.

Ende Oktober: Auf ans andere Ende der Welt

Auf mich wartete der wohl längste Flug meines Lebens: 16h Non-Stop von Doha nach Auckland. Auf dem Flug nach Neuseeland habe ich übrigens beschlossen, dass dies mein letzter Langstreckenflug dieser Art sein wird. Nicht nur wegen der Länge, sondern auch wegen bekannten Umweltproblemen.

Tongariro Alpine Crossing (Foto: Sabina Schneider)


Ich freute mich auf Neuseeland, denn dort war ich noch nie und ich hörte nur Positives. Erinnert ihr euch an die Freundin aus dem Hostel in Durban und der Indaba? Genau die habe ich nämlich nach sechs Monaten wieder in Neuseeland getroffen und wir planten gemeinsam einen dreiwöchigen Roadtrip. Achja und erinnerst du dich auch noch an das Münchner Pärchen? Das habe ich nicht nur in Kapstadt wieder getroffen, sondern gleich zweimal noch mal in Neuseeland. Wie klein die Welt doch ist. Natürlich standen wir in Kontakt, aber wer hätte das Ende April gedacht?

Campen in Neuseeland (Foto: Sabina Schneider)


Zum dritten Mal nach Australien

Ich gebe es zu, wirklich überraschend war das natürlich nicht. Wenn ich schon in der Gegend bin, dann geht’s auch nach Australien. Durch meinen Campingtrip in Namibia durfte ich wieder einen netten Menschen kennenlernen, den ich dann in Brisbane besucht habe und dort gleich mal zwei Wochen blieb, ehe es in mein geliebtes Perth ging.

Kingspark Perth (Foto: Sabina Schneider)

In Weihnachtsstimmung bei durchschnittlich 35 Grad bin ich bisher nicht gekommen. Über Weihnachten teile ich eine AirBnB Wohnung mit Bloggerkollegen, worauf ich mich schon sehr freue. Vielleicht kommt dann ein bisschen Weihnachtsstimmung auf?

Wie geht’s nach Weihnachten weiter?

Etwas, was ich nie in Australien gemacht habe, wollte ich dieses Mal nicht verpassen. Deswegen werde ich Ende des Jahres, bzw. über den Jahreswechsel für zwei Wochen auf einer Schaffarm mithelfen. Ich bin gespannt, denn Farmarbeit bei 40 Grad ist sicherlich nicht zu unterschätzen.

Mein Jahr 2020

Habe ich gerade 40 Grad gesagt? Dann wirst du erstaunt sein, wohin es mich danach hintreiben wird. Es stehen noch zwei Länder auf meiner Liste, ehe es Ende Januar wieder nach Deutschland geht. Die beiden verrate ich allerdings noch nicht. Wer neugierig ist, der schaut einfach mal ab Mitte Januar bei mir auf Instagram vorbei.

Kingspark Perth (Foto: Sabina Schneider)

Heimkommen und dann?

Dann suche ich mir erstmal eine Wohnung. Man braucht ja schließlich ein Dach über dem Kopf und das am liebsten im schönen Chiemgau. Ab April tritt etwas ganz Neues für mich ein. Also nicht ganz ganz neu, aber anders: Ich werde eine Festanstellung antreten. Ich kann es selbst noch nicht glauben, aber so ein bisschen regelmäßig Geld schadet nicht.

Ist das das Ende meiner Selbstständigkeit?

Ich denke nicht. Durch den Blog und dem Verdienst muss ich weiterhin als Gewerbe gemeldet bleiben. Das ermöglicht mir, auch weiterhin selbstständig zu bleiben. Wie genau das aussehen wird, das weiß ich selbst noch nicht.

Und was ist mit dem Reisen?

Das werde ich vorerst auf’s Eis legen. Mehr oder weniger. Große Sprünge kann ich gerade nicht machen. Das heißt: Ich muss erstmal wieder etwas ansparen. Auf meiner Langzeitreise habe ich allerdings gemerkt, dass es für mich Zeit wird, Wurzeln zu schlagen (klingt sehr ernst, oder?). Da ich dann (hoffentlich) den schönen Chiemgau als meine Heimat bezeichnen kann, werde ich mich dort ein bisschen umschauen. Ich freue mich drauf, wieder wandern gehen zu können und mir die Welt von oben anzuschauen.

Alpenüberqerung (Foto: Sabina Schneider)

Einige Kurztrip stehen aber dennoch schon fest: die ITB Berlin und Hamburg und sicherlich wirst du mich auch mal in Oslo antreffen.

Mein Jahresmotto

Jedes Jahr habe ich ja ein Jahresmotto. Statt Vorsätze gibt es für mich quasi jedes Jahr eine kleine „Aufgabe“. 2019 war es zum Beispiel „Be the best version of yourself“. Für 2020 habe ich kein direktes Motto, sondern will alles etwas entspannter angehen und mich nicht mehr mit zu vielen Aufgaben vollladen.

Und bei dir?

Was war dein Highlight im Jahr 2019?
Was steht bei dir 2020 an?
Vielleicht nimmst du mich ja mit auf deine Reisen?