Mit den Packlisten ist das immer so eine Sache. Ich persönliche nutze eine Packliste bevor ich auf eine lange Reise gehe, bei Kurztrips eher weniger. Mich interessiert aber nicht, wie viel Unterhosen jemand einpackt. Vielmehr interessieren mich Tipps oder Dinge, an die ich im ersten Moment nicht denke. Seien wir ehrlich: Wie viele Unterhosen ich einpacken soll, das weiß ich auch selbst. Für alle die es wissen wollen, hier mein erster Tipp: Mehr als sieben. Warum? Weil man nicht immer garantieren kann, dass man einmal die Woche waschen kann, beziehungsweise, selbst wenn, trocknen müssen sie natürlich auch noch. Okay, so viel zu Unterhosen.

Weil ich ein paar Sachen auf meiner Afrika-Reise festgestellt habe, will ich das mit euch teilen. Es ist nämlich sehr interessant, Reisende in Afrika zu beobachten und deren Gepäck und Kleidung zu sehen. Wer auf Safari geht und dafür eine Packliste sucht: Hier habe ich euch ein paar Dinge zusammengefasst.

Kleidung für den Afrika Aufenthalt

Es folgt natürlich jetzt keine Auflistung der Dinge, die ich dabei hatte. Je nachdem, wo du reist und wann, brauchst du unterschiedliche Kleidung.

Ich war im Winter in Südafrika & Namibia:
Es kann durchaus frostig und windig werden. Am besten eine dünne Daunenjacke * (es muss keine Expeditions-Jacke sein) einpacken, ebenso wie eine wasserdichte Windbreaker- oder Softshell-Jacke *. Dazu eine Mütze/Stirnband und zu aller Vorsicht einfach ein paar dünne Handschuhe reinlegen. Sicher ist sicher.

Kap der guten Hoffnung (Foto: Sabina Schneider)


Ich war auf Safari:
Hier gilt das Gleiche wie oben. Am Abend kann es wirklich kalt werden. Neben der Jacke einfach ein bis zwei dickere Sweatshirts mitnehmen, die dich am Abend warmhalten und in die du dich auch ein bisschen einkuscheln kannst, wenn du draußen im Serengeti am Lagerfeuer in den Sternenhimmel schaust.

Safari (Foto: Sabina Schneider)


Ich war auf Sansibar:
Abgesehen davon, dass Sansibar ein Traum ist, ist der Osten sehr windig. Kein Wunder, dass dort ein Windsurfparadies ist. Neben Badesachen einfach ein dünnes Tuch einpacken. Das schützt dich ein bisschen vom Wind und natürlich auch vor der Sonne und dem Sonnenbrand. Für Frauen ist ein leichtes Kleid ebenfalls von Vorteil das man schnell überziehen kann. Wer in Stone Town unterwegs ist, soll die dortige Religion respektieren und diverse Körperteile bedeckt halten. Hier kommen wieder Tuch und Kleid zum Einsatz. Auch Männer sollten nicht mit Badeshorts und Achselshirt durch die Stadt laufen.


Unterwegs in Kapstadt:
Kapstadt ist eine sehr hippe Stadt und man geht auch oft abends weg oder auch mal schön essen. Da ich als Backpacker oft auf praktische Kleidung setze, war ich froh, dass ich das ein oder andere etwas schönere Shirt und Hose dabei hatte.

Kapstadt (Foto: Sabina Schneider)


Ich war beim Gorilla Trekking in Uganda:
Dafür braucht man unbedingt feste Schuhe. Ich würde immer die Salomon Speedcross * empfehlen, da man diese auch zu normalen Wanderungen anziehen kann ohne, dass sie zu klobig wirken. Da ich meine allerdings bei einer Safari liegen gelassen habe, habe ich mir Schuhe vor Ort ausgeliehen. Das ist also auch möglich.

Uganda Gorilla Trekking (Foto: Sabina Schneider)


Ich war im Frühjahr in Marokko:
Auch hier hieß es, warme Sachen einpacken. Vor allem an der Küste konnte es recht windig werden und ich war über Jacke und Tuch sehr dankbar. Außerdem gilt es hier auch, die Religion zu respektieren und längere Kleidung tragen.

Unterwegs in Fés (Foto: Sabina Schneider)


Technik zum Mitnehmen

Bei Technik scheiden sich die Geister. Die einen wollen unbedingt so wenig wie möglich mitnehmen, während die anderen am liebsten das ganze Büro einpacken. Natürlich stellt sich immer die Frage: Wie sicher ist es, Technik in Afrika mitzunehmen? Jeder hat ein anderes Sicherheitsgefühl, ich hatte mit der Technik nie Probleme. Ich habe oft Hostels ausgesucht, wo ein Schließfach dabei war. Sehr wichtig: Sicherheitsschloss * immer mitnehmen! Am besten mit Zahlenkombination. Ich persönlich verlege gerne Schlüssel. Andere setzen zusätzlich auf ein Pacsafe *. Damit habe ich allerdings keine Erfahrungen.

Mit der Technik unterwegs zu sein war auch für mich immer ein komisches Gefühl. Ich habe mir aber nie was anmerken lassen und bin selbstbewusst damit durch die Straßen gelaufen. Aber 100% sicher ist man nirgends auf der Welt.

Da ich (eigentlich) geplant hatte, dass ich ein paar Blogbeiträge von unterwegs aus schreibe und ein paar anfallende Arbeiten erledigen wollte, hatte ich meinen Laptop dabei. Wer nicht digital unterwegs ist, dem reicht gegeben falls ein Tablet oder auch nur das Smartphone. Ich habe gemerkt, dass es vor allem beim Buchen angenehm war, das über den PC zu machen. Außerdem kann man seine Fotos direkt speichern und im Anschluss zur doppelten Sicherung auf eine externe Festplatte * ziehen.
Tipp: externe Festplatte und Speicherkarten immer getrennt verpacken. Das eine kommt ins Handgepäck, während die Festplatte bei mir ins große Gepäck kommt.

Packliste für Fotografen (Foto: Chris Ndyabagye)


Natürlich steht die Kamera auf meiner Packliste. Aber auch hier gibt es viele, denen ein Smartphone reicht. Auf Safari würde ich aber immer eine Kamera empfehlen.

Bei mir sah das letztlich so aus:

  • Sony Alpha 6000 *: Für mich die optimalste Reisekamera, denn sie ist sehr leicht, macht sehr zufriedenstellende Fotos und bietet einen Wifi-Verbindung an, so dass man schnell die Fotos auf’s Smartphone spielen kann.
  • Tamron Objektiv 18-200mm *: Der perfekte Begleiter, denn das Objektiv bietet für den Preis einiges und wirkt zudem nicht wie ein Monster an Objektiv und hat trotzdem eine Brennweite von 200mm. Wer natürlich auf Vogelbeobachtung steht, der wird mit diesem Objektiv wenig Freude haben.
  • X-Wrap Microfaser-Einschlag-Tuch *: Da es recht staubig werden kann, erschien mir das die unkomplizierteste und schnellste Weise, die Kamera und Objektiv vor Staub und Dreck zu schützen.  
  • Cleaning-Set *: Wegen der oben genannten Problematik gibt es nichts Ärgerlicheres, als dass die Linse Flecken hat, die man auf den Fotos deutlich erkennt.

Etwas bereut habe ich, dass ich meine Actionkamera * nicht eingepackt habe. Da ich auf Sansibar des Öfteren schnorcheln war, hätte das super gepasst. Deswegen muss die Actionkamera unbedingt auf meine nächste Packliste.

Tief unten im Gepäck hatte ich einen Selfie-Stick *. Den finde ich im Normalfall sehr praktisch, wenn man allein unterwegs ist und nicht immer nur hässliche Selfies haben will oder andere Touristen fragen muss. Ich habe mich für einen Selfie-Stick entschieden, der eine Bluetooth Verbindung hatte und dazu als Stativ umfunktioniert werden konnte. Das fand ich besonders wichtig und super praktisch. Da ich aber letztlich gar nicht so viel allein unterwegs war, kam der Stick weniger zum Einsatz, aber das ein oder andere Mal war ich darüber froh, ihn dabei gehabt zu haben.

Ansonsten muss auf jeden Fall ein Reiseadapter *ins Gepäck, ebenso wie eine Powerbank * (mit mehreren Ladungen, wer viel mit dem Handy fotografiert etc. und am besten mit Solar). Achtung beim Reiseadapter: Der Adapter für Südafrika und Namibia * ist darin nicht enthalten. Wer viel Technik zum Aufladen hat, dem empfehle ich noch einen Mehrfachstecker einzupacken. Das ist nicht für jeden etwas und verbraucht auch viel Platz im Gepäck, aber wer täglich Laptop, Kamera, Handy etc aufladen muss, der ist dankbar darüber.

Camps Bay Kapstadt (Foto: Sabina Schneider)


Ohne mein Kindle Paperwhite * hätte ich wohl nicht überlebt. Spaß bei Seite. Trotzdem war ich wirklich dankbar über mein eBook Reader. Normalerweise habe ich auch lieber ein richtiges Buch in der Hand, aber auf Reisen ist das immer sehr unpraktisch.
Ein Tipp von mir: Vorher schon einige Bücher runterladen und am besten verschiedene Genres. Ich z.B. lese daheim sehr gerne Krimis oder englischsprachige Bücher – auf die hatte ich unterwegs aber selten Lust. Buchempfehlungen zu und über Afrika & Reisen allgemein gibt es reichlich bei Lieschen Radieschen reist.
Die Strecken sind in Afrika generell länger, bzw es dauert länger um von A nach B zu kommen. Wer nicht unbedingt lesen will, der holt sich Musik aufs Handy. Also: Kopfhörer einpacken!

Kleinigkeiten, die man gerne auf der Packliste vergisst

Für mich gibt es nichts Schlimmeres, als wenn jemand nachts schnarcht. Da ich aber oft in Dorms schlafe, ist das eigentlich jede Nacht der Fall. Gott sei dank kann ich mit Ohropax schlafen. Wer das nicht kann oder keine passende findet, der kann beim Hörakustiker spezielle anfertigen lassen.

Mittlerweile habe ich meinen Hüttenschlafsack immer dabei. Dieses Mal hatte ich einen von Nordkamm *. Auf jeden Fall würde ich immer einen mit Reisverschluss nehmen. Für mich ist das sehr praktisch, da ich mich immer sehr gefangen fühle und froh bin, wenn ich den Schlafsack kurz öffnen kann oder meine Füße rausstrecken kann.

Signal Hill Kapstadt (Foto: Sabina Schneider)


Eine Stirnlampe * ist vor allem dann wichtig, wenn ihr viel in der Natur seid und/oder beim Camping. Wer natürlich Campen ist, packt nochmal anderes. Aber auch wenn du kein Camping Trip machst: Stirnlampe und Taschenmesser * sind immer praktisch, genauso wie Campingbesteck *. Wenn du mal auf Take away zurückgreifst und kein Plastikbesteck mitnehmen willst oder wenn du ein Picknick zum Sonnenuntergang planst, wie ich etwa auf dem Signal Hill in Kapstadt.

Auf geht’s nach Afrika

Alles andere, wie etwas Dokumente oder Reisemedizin: Dazu findest du unzählige Packlisten bei anderen Bloggern. Das brauche ich nicht nochmal aufschreiben. Allerdings habe ich zu verschiedene Punkten schon einige Sätze bei meinem Vorbereitungsbeitrag aufgeschrieben.

Swakopmund (Foto: Sabina Schneider)


Ansonsten bleibt mir nur, dir eine gute Reise nach Afrika zu wünschen und zu hoffen, dass auch du doch mit dem Afrika-Virus infizierst.

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