Gerade habe ich einen Artikel über meine vier Monate in Afrika geschrieben. Dabei habe ich mich an all die schönen Momente erinnert und direkt Gänsehaut bekommen. Mit der richtigen Musik denke ich sehr gerne an die Zeit zurück und muss mir die ein oder andere Träne verdrücken.
Natürlich habe ich mir meine Fotos angeschaut und alle Ereignisse Revue passieren lassen.

Fotoparade “Erkunde die Welt”

Wie passend es doch kam, dass Michael von Erkunde die Welt gerade zu seiner neunten Fotoparade aufruft. Für mich die beste Möglichkeit, euch so meine Highlights aus vier Monaten Afrika vorzustellen.

Michael hat sich wieder Kategorien überlegt – insgesamt stellt er sechs Foto-Pärchen vor. Die Entscheidung liegt bei jedem selbst: Will ich beide Pärchen darstellen oder entscheide ich mich für eines von beiden. Ich habe mich dafür entschieden, immer ein Pärchenteil herauszunehmen und hier kommt mein Ergebnis mit Geschichte dahinter.

Stadtbild oder Landschaft?

Ich mag zwar zwischendurch gerne eine neues Stadt erleben, bin aber dann doch eher der Landschaft-Mensch. Jedes afrikanische Land, das ich besucht habe, hatte seine eigene besondere Landschaft. Besonders beeindruckt hat mich aber der Ngorongoro-Krater in Tansania. Dort tummelten sich so viele Tiere und die Natur war so abwechslungsreich.

FotoParade_Landschaft (Foto: Sabina Schneider)


Auf dem Foto siehst du eine Herde Knus, die Teil der Great Migration sind – ein unglaubliches Spektakel. Ende der 50er wurde außerhalb des Kraters ein Schutzgebiet errichtet – die Ngorongoro Conservation Area, die 20 Jahre später zum UNESCO Kulturerbe ernannt wurde.

Tier oder Pflanze?

Das Foto bringt mich direkt zur nächsten Kategorie, bzw. Pärchen. Während meines Aufenthalts war ich in sehr vielen Nationalparks unterwegs und habe die verschiedensten Tiere angetroffen und endlich alle Big 5 (und die Ugly 5) in freier Wildbahn gesehen.

In Kenia besuchte ich den Maasai Mara (oder Masai Mara) Nationalpark. Ich war vor allem von dem satten Grün dort überrascht. Gleich am ersten Tag hatte ich das Glück, dass ich neben Löwenbabys auch den erhabenen König gesehen habe.

FotoParade_Tier (Foto: Sabina Schneider)


Ganz glücklich war der Herr allerdings nicht, dass wir ihn aufgeweckt haben. Obwohl ich eine Reihe sehr schöner Fotos von ihm schießen konnte, fand ich es unverantwortlich, dass ein Bus extra in die Nähe des Löwen gefahren ist, um ihn aufzuwecken. Wer eine Safari in Zukunft plant: Bitte respektiert die Tiere und bleibt bitte auf den ausgewiesenen Wegen.

Berge oder Meer?

Eigentlich bin ich ja ein totaler Berg-Mensch und hätte euch gerne ein super schönes Foto gezeigt. Allerdings war der Kilimanjaro nicht ganz so fotogen, wie man es auf all den Hochglanz -Prospekten sieht. Meistens liegen nämlich Wolken über dem höchsten Berg Afrikas und ein Foto ist einfach unmöglich. Deshalb gibt es jetzt ein Meer-Foto.

FotoParade_Meer (Foto: Sabina Schneider)


Ich durfte zwei Wochen auf Sansibar verbringen. Auf dem ersten Blick eine sehr lange Zeit – zumindest für mich. Am Strand liegen? Das ist nichts für mich. Trotzdem hat mich Sansibar vom Hocker gehauen. Eine richtig schöne Insel und trotz der überschaubaren Größe, bietet sie so viel.

Auf dem Foto siehst du das wohl bekannteste Restaurant der Insel: The Rock. Während man tagsüber zu Fuß dorthin laufen kann, muss man sich abends mit einem Holzboot durch die Wellen kämpfen. Das Restaurant bietet eine Variation aus Seafood an. Viele kommen allerdings nur vorbei, um mit einem Cocktail (mit Plastikstrohhalm) in der Hand ein Foto für Instagram zu machen. Wer dort tatsächlich abends speisen will, der muss einige Zeit voraus reservieren.

Fremdländisch oder einheimisch?

Wenn ich schon eine Fotoparade über meine vier Monate Afrika mache, dann ist die Antwort hier eindeutig: fremdländisch. Ich durfte so viele Kulturen und Traditionen kennen lernen. Besonders aufgefallen ist die Produktion von Bananen in Uganda. Jeder kennt dieses typische Uganda-Foto, auf welchem ein Radfahrer abgebildet ist, dessen Rad mit Bananenstauden vollgeladen ist. Soll ich euch was sagen? Es ist tatsächlich so.

FotoParade_Fremd (Foto: Sabina Schneider)


Bei einem Community-Walk konnte ich Einblicke in die ‘Bananen-Industrie’ gewinnen. Auf dem Foto wird mir erklärt, wie Einheimische Bananen lagern, damit sie nicht schlecht werden. Aus den Bananen auf dem Foto wurde später Bananen-Bier und Bananen-Gin hergestellt.

Sonnenaufgang oder Sonnenuntergang?

Als ich dieses Pärchen gelesen habe, dachte ich sofort an ein bestimmtes Foto. Das Foto macht wohl jeder Reisende, der einmal in Kapstadt unterwegs ist und sich den Sonnenuntergang am Signal Hill anschaut.

FotoParade Sonnenuntergang (Foto: Sabina Schneider)


Mich mich stellt das Foto den Moment dar, an dem ich endlich angekommen bin. Der Start war für mich etwas holprig, aber in Kapstadt habe ich mich wohl gefühlt und konnte ankommen. Drei Wochen konnte ich diese wunderbare vielfältige Stadt meine Heimat auf Zeit nennen.

Schwarz-Weiß oder bunt?

Das ist durchaus mein Lieblingspärchen. Im ersten Moment klingt diese Kategorie sehr banal, aber ich hatte auch hier schon eine Idee.

Zebras findet man eigentlich in jedem Nationalpark in Afrika und das in einer Anzahl, die alle Vorstellungen übertrifft. Nach insgesamt 15 Safaris dachte ich eigentlich, dass mich diese Tiere nicht mehr so faszinieren können, wie am Anfang. Doch weit gefehlt.
Als ich in Uganda war hatte ich einen Game Drive im Mburo Nationalpark. Schon beim Betreten des Nationalparks konnte ich die schwarz-graue Luft erkennen. Was ist also passiert?

FotoParade_schwarzweiß (Foto: Sabina Schneider)


Die Ranger vor Ort brennen kontrolliert den Grund und das trockene Gras ab, sodass neues frisches Gras für die Tiere wachsen kann. Die Frage “Schwarz-Weiß” oder “Bunt” ist hier also etwas schwerer zu beantworten. Letztlich ist es ein Farbfoto, aber es wirkt wie eine Schwarz-Weiß-Aufnahme – dem Boden und den Farben des Zebras sei Dank.

Zum Schluss: “ein” letztes Foto

Zum Ende des Beitrags gibt es kein Foto zu einer bestimmten Kategorie, sondern eine kleine Reihe meiner Lieblingsfotos. Es ist nicht perfekt, aber für mich wiederspiegelt es alles, was ich in diesem Moment erlebt habe: Freude, Trauer, Faszination, Glück und Zuversicht. Da stand ich bei den letzten Berggorillas und konnte mein Glück nicht fassen. Im nächsten Moment erkenne ich, wie schlecht es um die Gorillas steht und dann sehe ich die zwei Babys und bin zuversichtlich, dass es weitergeht und wir diese wunderbaren Tiere noch länger auf dieser Erde haben.

Gorilla Trekking Uganda (Foto: Sabina Schneider)
Gorilla Trekking Uganda (Foto: Sabina Schneider)
Gorilla Trekking Uganda (Foto: Sabina Schneider)
Gorilla Trekking (Foto: Sabina Schneider)


Vor allem beim letzten Foto merke ich, wie viel Emotionen ich auf diesem Gorilla Trekking durchlebt habe. Siehst du, wie eindringlich der Gorilla in die Kamera blickt – als wolle er sagen: “Es wird alles gut.”

Danke

Danke südliches und östliches Afrika für die schönen Foto-Momente, die ich nun hier mit euch Lesern teilen kann. Danke auch an Michael für die tolle Fotoparade, hinter der einiges an Arbeit steckt und Danke an Horst von Austria Insider Info für den Hinweis auf die Fotoparade.

>>> Hier geht’s zur Fotoparade von Erkunde die Welt!