Wieso der Roy’s Peak wohl der bekannteste Aussichtspunkt Neuseelands ist? Dazu komme ich gleich.

Die Wanderung zum Roy’s Peak war eine der wenigen Sachen, die ich unbedingt machen wollte. Die Aussicht über die beiden Seen Lake Wanaka und Lake Hawea sah schon auf den Fotos unbeschreiblich aus. Da mir die Gegend rund um Queenstown besonders gefallen hat und ich auf dem Tiki Trail in der Stadt schon auf den ersten Geschmack gekommen bin, freute ich mich sehr auf die Wanderung.

Queenstown Neuseeland (Foto: Sabina Schneider)


Von Wanaka zum Roy’s Peak

Wanaka hat mir sogar besser gefallen als Queenstown – ruhiger und super lieb. Außerdem war sie weniger voll als Queenstown. Von Wanka aus ging es dann am Lake Wanaka entlang zum Ausgangspunkt. Der Parkplatz ist verhältnismäßig klein, so dass er bereits am Morgen um 8:30 Uhr voll war. Rechtzeitig anreisen lohnt sich also. Wer noch nicht direkt starten will, der kann vor Ort erst einmal frühstücken. Ich musste feststellen, dass die Zeit zwischen 8:00 und 9:00 Uhr wohl für die meisten der beste Timeslot ist, denn in dieser Stunde brachen mit Abstand die meisten Leute auf. Ein bisschen zu warten lohnt sich in diesem Fall also (oder man startet vor 8:00 Uhr los).

Der erste Teil des Tracks

Schon nach ein paar Schritten war ich außer Atmen. Das kratze ein bisschen an meinem Stolz. Noch vor einem Jahr habe ich eine Alpenüberquerung erlebt und jetzt schnaufe ich schon am Anfang des zweistündigen Aufstiegs? Ich versuchte mich etwas abzulenken und mich weniger darüber zu ärgern. Eine willkommene Abwechslung war schnell geboten. Beim ersten Teil der Wanderung wirst du nämlich vom Blöcken der vielen Schafe begleitet. Die wolligen Begleiter werden süßer je kleiner sie sind. Unglaublich entzückend.


Von den Schafen zum Instagramspot

Nun ging es im Zick Zack weiter bergauf. Ich lasse das Grün hinter mir und bin jetzt schon vom Ausblick begeistert. Wie das wohl ganz oben wird? Da ich immer mehr Leute hinter mir lasse, bekommt auch mein Stolz etwas Rückenwind. Trotzdem ist der Weg sehr eintönig und die Motivation lässt schnell los. Die Aussicht wird aber später immer spektakulärer und ich freue mich schon auf den Gipfel. Schon von Weitem sehe ich die vielen Menschen – brav aufgereiht. Denn dort oben befindet sich DER Instagramspot, zu dem alle wollen.

Roys Peak Queenstown (Foto: Sabina Schneider)


Ich traue mir zu wetten, dass manche nur deswegen hochgegangen sind – betrachtet man das unterschiedliche Schuhwerk und die getragenen Klamotten. Da es mir A) zu kalt war, um mich für ein Foto anzustellen und B) ich nicht 20 Minuten herumstehen wollte, entschieden meine Freundin und ich, einfach weiterzugehen.

Der Roy’s Peak kommt erst nach dem Instagramspot

Es lohnt sich definitiv sich zum eigentlichen Gipfel zu machen. Der Weg dorthin ist weniger spektakulär – die schöne Aussicht ist nämlich nun im Rücken. Alternativ – was wir gemacht haben – wir sind einfach ein Stück geklettert und haben uns hingesetzt und von dort oben die Aussicht genossen.

Roy's Peak Neuseeland (Foto: Sabina Schneider)


Ob wir nun was verpasst haben, weil wir uns nicht angestellt haben? Ich denke nicht, denn dort oben gefiel es uns sehr gut. Leider wurde es dann sehr windig und uns zunehmend kälter, also ging es nach einer kurzen Pause wieder nach unten.

Der Weg nach unten ist länger als gedacht

Beim Hochgehen habe ich es kaum bemerkt, wie lang der Weg eigentlich ist. Insgesamt haben wir knapp 2 Stunden bis zum Gipfel gebraucht – nach unten ungefähr das Gleiche noch einmal. Berg abgehen ist nie schön, trotzdem habe ich versucht das Beste daraus zu machen und bin öfters stehen geblieben, um noch einmal die Aussicht zu genießen.

Lake Wanaka bei Queenstown (Foto: Sabina Schneider)

Dann ging es vorbei an den Schafen zurück zum Parkplatz. Obwohl der Weg nicht der Schönste ist und sicherlich in der Umgebung viel bessere Wanderwege zu finden sind (z.B. der Isthmus Peak Track, Diamond Lake Rocky Mountains oder Ben Lomond Walkway) hat sich der Aufstieg gelohnt. Die Fotos, die ich vorher gesehen habe, haben mich nicht enttäuscht.

Der Roy’s Peak markierte übrigens die Halbzeit meines dreiwöchigen Roadtrips durch Neuseeland. Mehr zum Roadtrip erfährst du in diesem Beitrag.

Wer neben dem Roy’s Peak weitere Wanderungen unternehmen will, der hat hier eine Auswahl von 63 unterschiedlichen Touren in Neuseeland*. 
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