Während die meisten von Kapstadt aus in den Süden Richtung Garden Route aufbrechen, ging dieser Roadtrip in den Norden des Western Capes. Dieser Teil ist weniger touristisch und für Naturliebhaber perfekt. Die Dauer des Roadtrips kann unterschiedlich sein, je nach Wunsch. Meine Empfehlung für Reisende, die gerne wandern, ein paar Tage mehr einzuplanen. Nach zwei Wochen Kapstadt war der Roadtrip für mich optimal.

Bloubergstrand/Tableview

Ich dachte, ich kenne mittlerweile den Tafelberg von jeder Richtung (außer von oben) – da habe ich mich getäuscht. Bloubergstrand ist ein ruhiger Ort (zumindest zur Nebensaison) und trumpft mit einem grandiosen Blick auf die Stadt auf. Nicht umsonst heißt ein Vorort Tableview.

Bloubergstrand (Foto: Sabina Schneider)

Wer am Strand entlang läuft, kann immer wieder Kapstadt betrachten und es wirkt fast so, als hätte jemand diese Stadt einfach ins Meer gesetzt. Parkplätze und Einkehrmöglichkeiten sind zu Haufen vorhanden – mein Favorit ist und bleibt Jerry’s Burger. Übrigens hat der Burgerladen eine herrliche Dachterrasse, natürlich mit Blick auf Kapstadt.

Jerry's burger (Foto: Sabina Schneider)

Paternoster

Auf den weitern Weg nach Norden passiert man den West Coast Nationalpark und Langebaan. Zwei Orte, die sicher lohnend zum Anschauen sind. Für uns ging es direkt nach Pasternoster, dem Santorini Südafrikas. Das kleine Fischerdorf mit den weiß-blauen Häuser erinnert tatsächlich an den griechischen Ort. Meines Geschmackes nach etwas zu touristisch aufgebläht. Ein Spaziergang am Strand war trotzdem wunderbar und entspannend, vor allem, wenn man länger in Kapstadt war.

Paternoster (Foto: Sabina Schneider)

Wer gerne Seafood mag und einen Restaurantbesitzer mit einem sehr interessanten Tatendrang erleben will, der ist bei Noisy Oyster richtig. Die Speisen sind unglaublich lecker, der Gastgeber stets bemüht und gut drauf und die Atmosphäre sehr locker und ungezwungen. Übernachtet haben wir in St.Helena Bay im Lazy Daizies. Das Anwesen ist nicht nur eine Unterkunft, sondern ein kleiner angelegter Naturpark und einer angrenzenden Art Gallery der Besitzerin (mit Vorliebe zu James Bond und).

St.Helena Bay (Foto: Sabina Schneider)

Über Citrusdal nach Clanwilliam

Wie der Namen schon sagt, duftet Citrusdal nach Zitronen, was man am Vorbeifahren direkt riecht. Clanwilliam hingegen ist für seinen Rooibos Anbau bekannt. Schon auf der Hinfahrt verändert sich die Natur schlagartig und das Gebiet wird gebirgiger und rauer. Keine drei Stunden von Kapstadt entfernt erreicht man ein Paradies für Wanderer.

Was tun in Clanwilliam?

Übernachtet haben wir im De Plakhuys am Cederberg. Dort finden sich neben Campingplätzen verschiedene Hütten. Unsere Hütte mit dem Namen Witkruis war aus Holz und hatte ein Zeltdach – es war eine Art Glamping, aber nur mit dem nötigsten ausgestattet. Die Sicht am Morgen war unglaublich. Obwohl die erste Nacht sehr kalt war (es war ja schließlich schon Winter) gefiel uns diese Unterkunft besser als jene in St. Helena Bay, die auch überwältigend war.
Der Besitzer hinterlegt überall einen Hefter mit Informationen. Diese waren sehr hilfreich, weshalb ich diese mit euch teilen möchte.

Clenwilliam Cederberg (Foto: Sabina Schneider)

Wanderungen: Es gibt direkt im Gelände mehrere Wanderwege. Im Gegensatz zu deutschen/österreichischen System allerdings sehr dürftig ausgeschildert, aber mit etwas Verstand durchaus machbar. Die Wanderung, die uns im Hefter empfohlen wurde, führte uns zu einem Wasserfall. Des Weiteren gibt es den Kloof oder den Die Plaat Trail. Außerdem gibt es ein Stück weiter den Sevilla Rock art trail oder den Heuningvlei walking trail.
Bouldern: Die Gegend ist sehr beliebt für das Bouldern. Nach der Wanderung zum Wasserfall wusste ich auch warum. Das Gestein eignet sich hervorragend und bietet unglaublich gute Griff- und Klettermöglichkeiten.
Weitere Dinge: historische Kleinstadt Wupperthal, Weingut Alpha Excelsior (den Wein ‚The running duck‘ davon gab es bei unserer Unterkunft auch zu kaufen), Fischen gehen, Muisbosskerm Open Air Restaurant, Elandsberg Eco Tour (alles rund um den Rooibos), Donkie Cart Trips

Clenwilliam Cederberg (Foto: Sabina Schneider)

Am liebsten wäre ich gerne noch eine Weile geblieben – drei Tage Roadtrip waren leider nicht genügend, um die schöne Gegenden im Norden des Western Capes zu besuchen.

Disclaimer: Alles natürlich basierend auf eigenen Erfahrungen | unbezahlte Werbung.