Eines stand von Anfang an fest: Wir wollen auf diesem Kurztrip ans Meer. Nicht, weil wir baden wollten, sondern weil Meer beruhigend wirkt und wir einfach unsere Seele baumeln lassen wollten. Asilah an der Westküste erschien uns perfekt dafür.
Warum? Es ist klein, nicht so überlaufen und liegt eben am Meer. Von Chefchaouen ging es zuerst mit dem Bus nach Tetouen und von dort mit dem Grand Taxi nach Asilah. Ganze vier Nächte wollten wir hierbleiben.

Asilah ist wirklich überschaubar und in einem Tag eigentlich komplett abgelaufen. Trotzdem hielten wir es hier vier Tage aus. Wieso wir Asilah trotzdem lieben gelernt hatten, das verrate ich euch in diesem Beitrag.

Wandmalerei in der Medina

Die Medina von Asilah ist tatsächlich richtig klein. In einer oder zwei Stunden ist man durch. Trotzdem lohnt sich der Gang in die Medina. An jeder Ecke kann man Wandmalereien erkennen. Besonders gut gefallen hat uns die Wandmalerei, das sich als Rätsel entpuppte. Wir standen ganze 10 Minuten davor, bis wir zumindest ¼ des Rätsels gelöst hatten. Ansonsten sind die Häuser ebenfalls oft blau angestrichen und die Türen stilvoll in verschiedenen Farben gehalten. So lässt es sich gemütlich angehen und die Verkäufer sind nicht so aufdringlich, wie wir es in Fés erlebt haben.

Asilah – Seele baumeln lassen auf marokkanische Art (Foto: Sabina Schneider)

Tipps Marokko (Foto: Sabina Schneider)

Strände und Strandfeeling

Asilah liegt am Meer und das heißt auch: Strand. Zu Fuß etwa eine Stunde entfernt liegt der Paradise Beach. Wir haben aber vorlieb mit dem Stadtstrand gemacht. Leider mussten wir da feststellen, dass sehr viel Plastik liegen geblieben, aber auch angeschwemmt wurde. Der Strand ist allerdings sehr groß und außerhalb der Hochsaison hat man den Strand für sich alleine. Man kann auch in der Nähe von Asilah Surfen gehen, wem Essouira zu überlaufen ist.

Asilah – Seele baumeln lassen auf marokkanische Art (Foto: Sabina Schneider)

Den Sonnenangang entspannt genießen

Da es erst Ende Februar war, herrschte natürlich noch kein Badewetter. Trotzdem empfanden wir das Meer als Seelenstreichler. Jeden Abend zog es uns an den Hafen, um den Sonnenuntergang zu genießen. Dabei gibt es verschiedene Spots. Der beliebteste ist Qri Qiya – ein Vorsprung, der direkt von der Medina zu erreichen ist. Allerdings hat dieser nicht immer offen. Etwas entspannter geht es direkt am Hafen zu.

Essen in Asilah

Wir hatten das Glück und lernten direkt am ersten Abend einen jungen marokkanischen Koch kennen, der uns direkt zum Essen eingeladen hat und das wohl beste Tajine gekocht hat.

Asilah – Seele baumeln lassen auf marokkanische Art (Foto: Sabina Schneider)

Außerdem zeigt er uns ein Restaurant, das zwar an der Touristenmeile liegt, allerdings sehr günstig ist. Beim Restaurant Sidq bekamen wir die Harrira Suppe für einen unschlagbar günstigen Preis (10 Dirham für Suppe und gekochte Eier).
In der Stadt gibt es die Touristen-Meile, wo das Essen natürlich teuer ist. Allerdings geht es auch günstiger:

  • Haltet Ausschau nach kleine „Snack-Ständen“. Die machen meistens abends auf und verkaufen Baguette mit verschiedenen Füllungen. Wir zahlten für ein Baguette mit Omelette und Salat 5 Dirham (50ct).
  • Direkt neben unserem Hotel * befand sich das Restaurant Al Jawhart mit sehr moderaten Preisen und großzügigen Mengen.
  • Direkt gegenüber ist das blaue Tor zum Markt von Asilah. Der Markt ist überdacht und in einer Art Halle. Also nicht sofort erkennbar.

Einfach die Seele baumeln lassen

Asilah war für uns einfach der perfekte Ort, um einfach mal die Seele baumeln zu lassen. Nach drei Tagen fühlten wir uns schon total erholt und haben die Zeit dort genossen. Ein vierter Tag hätte allerdings nicht sein müssen. Nach dem kurzen „Hang loose“ an der Atlantikküste ging es für uns zurück nach Fés, der Stadt der 9000 Gassen.

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