Vom Abenteuer des Backpackens in Japan

Vulkane, Tempel, Plüschfiguren, Wolkenkratzer, Schnellzüge und vieeele, viele Verneigungen. Das ist nur ein Bruchteil dessen, was Reisende im Land der aufgehenden Sonne erwartet: Wir wissen es, denn wir waren da. In Japan.

Sie – also wir – kommen aus dem beschaulichen Bayern, sind trotzdem mutig genug, sich dem Kulturcrash zu stellen. Zu dritt einen Monat quer durch Japan, mit nichts mehr als dem Backpack auf dem Rücken und etwas Geld in der Tasche.

Sprachkenntnisse kaum bis gar nicht vorhanden, die Bräuche und Riten des Landes zum größten Teil ein Rätsel. Viele der Speisen kennt man nur von Bildern und die Gleichaltrigen des Landes sind so quietschbunt und verrückt, wie es wir drei Landeier nur in unseren kühnsten Träumen sein könnten. Doch genau diese völlig fremde Welt erwartet uns knapp 10.000 Kilometer weit entfernt von Zuhause. Ein Ding der Unmöglichkeit? Oder gerade genau so verrückt, dass es tatsächlich funktionieren könnte?

Ngoc, Mane und Mary im Mori-Tower (Foto: Marina Hochholzner)

Mary, Ngoc und Mane – wir sind drei Freunde, kennen uns seit Jahren. Zu dritt stellten wir uns diesem Abenteuer. Mit quasi noch Null Erfahrungen im Backpacken wurde der Flug gebucht, das erste Ziel festgelegt – und dann die große Frage zum Beginn der Reise: Wie organisiert man diesen Trip, um in doch recht kurzer Zeit so viel wie möglich von diesem bunten, schrägen, wunderschönen und einfach völlig anderem Land zu sehen? Wo beginnen, auf was verzichten? Wie von A nach B kommen, was im Voraus buchen, was nicht?

Erster Halt in Japan: Tokyo

Da die touristisch betrachtet wichtigsten Destinationen hauptsächlich auf Japans Hauptinsel Honshū liegen, fällt unsere Wahl als frisch frischgebackene Backpacker deshalb ganz klassisch auf einen Start der Reise in Tokyo.

Japan aus dem Flugzeug (Foto: Marina Hochholzner)

Tokyo also. Der Startpunkt dieses verrückten Abenteuers ist gefunden, das erste Hostel der gesamten Reise wird zur Sicherheit noch von Deutschland aus gebucht. Ohne die geringste Ahnung, was uns drei Studenten in der Millionenmetropole erwartete, werden also die Backpacks gepackt, die Reiseführer ein letztes Mal überflogen und die Verwandten und Freunde über die Abreise in Kenntnis gesetzt. Kein Wunder, dass man da vor Vorfreude und Nervosität am Tag vor dem Abflug kaum ein Auge zu tut – es geht auf einen der außergewöhnlichsten Trips, den wir Drei bis dato je getätigt haben!

Die Backpackerreise kann beginnen

Insgesamt acht Destinationen haben wir uns grob zurecht gelegt, wissen nur, dass der Trip in Tokyo beginnen und auch zwangsweise wieder enden wird. Muss er, denn nach einem Monat wird uns ein Airbus wieder zurück ins beschauliche Bayern bringen. Alles, was bis dahin passiert, ist noch ungewiss.

Umso größer die Freude und Aufregung! Mann kennt es ja, dieses Gefühl zu Beginn eines neuen Abenteuers – Entdeckergeist, Forschungsdrang, blanke Panik und diese grenzenlose, grenzenlose Freude, endlich eines der Länder zu sehen, in das man schon als kleiner Windelpupser reisen wollte. Es wird ein verrückter Trip, so viel wird klar. Anstrengend, grandios, atemberaubend, schön und unvergesslich. Acht Destinationen, wie sie unterschiedlicher nicht sein könnten – vom schneebedeckten Gipfel des Mount Fuji über das traditionelle Kyoto bis hin zum geschichtsbelasteten Hiroshima.

Wird alles klappen? Oder alles gründlich schief gehen? Werden wir zurecht kommen, total verzweifeln, oder vielleicht sogar vorzeitig abbrechen? Lest mit, wie unsere Japan-Rundreise verläuft, womit wir konfrontiert werden und was wir erleben!