Manche Dinge, die ich lese, brennen sich gefühlt für immer in meinen Kopf. So ging es mir mit Sokksnes. Der Name alleine klang so geheimnisvoll. Vielleicht liegt es daran, dass es mach an das sagenumwobene Loch Ness erinnert  namentlich betrachtet.

Als hätte das Wetter gewusst, welche Stimmung ich erwarte, als ich dort ankam, denn es wurde neblig und während es leicht nieselte, versuchte die Sonne noch mit letzter Kraft durch die wenigen Nebellöchern durchzublinzeln. So wurde die Szenerie und die Landzunge in ein mystisches Licht getaucht. Der Ort schien dafür gemacht.

Stokksnes (Foto: Sabina Schneider)

Das Holzhäuschen am „Eingang“ von Stokksnes ist nicht nur die Infozentrale, sondern auch ein liebes Café – ein Familienbetrieb mit den besten Kuchen und Torten, die ich gesehen (und natürliche probiert) habe.

Ein langer Weg führte, vorbei an dem Berg Vestrahorn (bei Kletterern übrigens sehr beliebt) und an der großen Radarstation der NATO, ans Meer. Das Meer war stürmisch, der Wind blies um die Ohren und der Regen wurde stärker. Einige Schafe standen dem standhaft entgegen und bewegten sich kaum. Welch ein wunderbarer Anblick; am liebsten hätte ich ihn eingefroren und mitgenommen.

Stokksnes (Foto: Sabina Schneider)

Ganz alleine gingen wir an den Felsen entlang und konnten nicht genug von der Szenerie bekommen. Alles war so mystisch, so isländisch und verzaubert. Ich konnte trotz des Wetters nicht aufhören zu lächeln und bedankte mich gedanklich bei jener Person, die diesen wunderbaren Ort Stokksnes empfohlen hat.

Obwohl ich durchgefroren und durchnässt war war ich vor allem eines: Glücklich. 

Stokksnes (Foto: Sabina Schneider)